
Warum, um Gottes Willen soll ich meinem Hund das antun???? Werden jetzt sicherlich einige denken! Ja, warum machen wir das und gehen mit den Hunden nicht in die Stadt, sondern gleich in dieses große Zentrum, mit seinem Lärm und den Menschenmassen. Weil wir einfach nicht wissen, was das Leben so bieten wird und wohin es uns verschlägt oder einfach, weil ich später mit meinem Hund in die Stadt möchte. Es ergab sich auch schon, dass eine Kundin aus dem ländlichen Umfeld, in eine Großstadt ziehen mußte und der Hund dann dieses Umfeld erst kennen lernte, als erwachsenes Tier, da war das Training deutlich schwieriger, als mit unseren Joungsters. Für unsere Hunde sind die Einflüsse in der Stadt deutlich größer, da sie sich einfach gar nicht erklären können, welchen sittlichen Nährwert solch eine Ansammlung von Läden und Lärm haben soll. Es liegt nun an uns, dieses Umfeld mit der richtigen Emotion zu verknüpfen. Wir benutzen dafür Futter, wer jetzt gleich den Kopf schüttelt oder sich innerlich sagt: "Mache ich nicht, der soll das so lernen", bitte, man muss ja nicht weiterlesen. Wir verknüpfen die Stadt deshalb mit Futter, weil unsere Hunde, wenn sie etwas Leckers herunterschlucken Endorphine im Gehirn freisetzen, die stressreduzierend wirken. Es bringt aber nichts, dort wild mit Futter um sich zu werfen, sondern den Moment einzufangen, in dem sich unser vierbeiniger Partner uns zuwendet. Ihr Hund lernt sich zu fokussieren und das Umfeld einfach von sich abfallen zu lassen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich innerhalb nur einer Stunde, das Verhalten unsere Hunde verändert. War der Eine oder Andere aufgeregt oder deutlich besorgt über dieses Erlebnis, sind sie zum Ende der Stunde cool und fröhlich mit uns unterwegs. Wir geben den Tieren Raum und Ruhe, so können unsere Partner mit der kalten Schnauze im Beziehungskontext diese Umwelt erleben und verknüpfen. Das Zentrum bietet zudem, einen reich gedeckten Tisch der Trainingsmöglichkeiten. Da sind Treppen, mit offenen Geländern, nebendran rattern Rolltreppen und der Boden ist meist eher geschliffener Stein, ideal wenn man mit seinem Hund später auch mal Ausflüge unternimmt. Eine ehemalige Bekannte hatte einen Schäferhund, der nie die Chance bekam, so etwas zu lernen. Sie gingen mit dem Buben in ein Restaurant, der Boden war glatter Marmor, mit dem Ergebnis, dass er flach mit ausgestreckten Beinen heulend wie ein Wolf, den dortigen Aufenthalt verhinderte. Die Metallplatten vor den Rolltreppen, sind ein wunderbarer Ort, um Geräusche und Vibrationen zu trainieren. Es versteht sich von selbst, dass wir die Rolltreppe oder das Rollband selbst, nicht trainieren! Für uns gehört zum Stadttraining, auch immer das Liegenlassen diverser, essbarer Hinterlassenschaften dazu. Dieser Trainingsteil lößt immer sehr viel Gelächter und Freude aus, auf beiden Seiten, der Besitzer vor lauter stolz auf sein Hundekind und der Hund, sehr glücklich über die Alternative, die geboten wurde. Das Fazit eines Stadttrainings ist immer, ein entspannter Hund und ein müder Besitzer, zugegeben es ist anstrengend für beide Seiten, aber wir nehmen so viel mit, in dieser einen Stunde.